About
Ich habe als Webentwickler angefangen und gemerkt, dass die interessanteren Fragen nicht im Code standen. Jetzt löse ich sie in der Discovery.
Werdegang
Seit über 20 Jahren arbeite ich an der Schnittstelle, an der Business, Technologie und Nutzerbedürfnisse aufeinanderprallen. Ich bin kein UI-Designer, der nur Oberflächen gestaltet – ich konzipiere End-to-End-Prozesse und schaffe die Strukturen, in denen großartige Produkte entstehen können. Meine Stationen reichen von Digital-Pionieren wie SinnerSchrader und XING über Führungsrollen wie als Director Product Design UX bei SWIPE/Accenture bis hin zur strategischen Beratung im regulierten Umfeld bei der Signal Iduna und im AOK-Account von Experience One.
Dass komplexe Systeme meine Spezialität sind, durfte ich unter extremem Druck beweisen: Für das Bundesinnen- und das Bundesgesundheitsministerium habe ich die Digitale Einreiseanmeldung verantwortet – ein nationales Krisensystem, das wir in nur 8 Wochen vom analogen Zettel zur Online-Anmeldung skaliert, an über 370 Ämter angebunden und das vom RKI als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet wurde.
Zuletzt habe ich als Head of Product Design & UX bei Blockbrain genau an der Frage gearbeitet, die die Zukunft bestimmen wird: Wie orchestriert man komplexe KI-Anwendungen und Bots so, dass sie zu sicheren, verlässlichen Werkzeugen werden, ohne dass die technologische Komplexität bei den Nutzenden landet? Durch systemische Informationsarchitektur und präzise User Guidance konnten wir dort unter anderem die Basis-Support-Anfragen um 40 Prozent senken und das Fundament für eine erfolgreiche 17,5 Mio. € Series-A-Finanzierung sichern..
Ich lebe und arbeite in Hamburg.
Wie ich arbeite
Fundament vor Ästhetik
Skalierbare Architekturen sind das eigentliche Fundament guter Produkte. Nachhaltiger Erfolg entsteht nicht durch oberflächliche Kosmetik, sondern durch Strukturen, die stabil wachsen.
Systemisches Denken
Ich denke Architekturen bis zum Ende durch, technische Machbarkeit und administrative Empfängerseite eingeschlossen. Risiken und kritische Brüche werden gelöst, bevor sie die Produktion erreichen.
Kontext-Agilität
Neue, komplexe Themengebiete erfasse ich in kürzester Zeit und bin sofort produktiv. Auch bei sich schnell ändernden Anforderungen bleibe ich ab Tag eins handlungsfähig.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe
Nachhaltiger Produkterfolg braucht Substanz. Ich statte Teams und Kunden dauerhaft mit strategischer Klarheit und operativer Kompetenz aus, eine Basis, die über den aktuellen Projektzyklus hinaus wirkt.
Haltung
Vertrauen ist die wertvollste Ressource, um komplexe Fragen zu lösen und Produkte erfolgreich zu machen.
Ich verdiene mir Vertrauen durch Ruhe unter Druck und Ergebnisse, die auf stabilen Entscheidungen beruhen. Das ist der Grund, warum Teams und Kunden mich über das ursprüngliche Mandat hinaus einbeziehen.
Was für meine Projektarbeit gilt, gilt umso mehr für meine Teams. Ein Team, das sich sicher fühlt, liefert auch unter Druck verlässlich, und genau das ist die Basis für das Vertrauen. Dafür zu sorgen ist keine Frage des Settings, sondern eine Aufgabe des Leads.
Lehrtätigkeit
Training, das man am nächsten Tag anwendet
Seit über einem Jahrzehnt gebe ich weiter, was ich in Projekten lerne. An der HAW Hamburg, in Corporate-Formaten für Boehringer Ingelheim, AOK, Signal Iduna und Accenture.
UX Basics
Zwei Tage von UX-Modellen und ISO 9241 bis Design Thinking und agiler Produktentwicklung. Teilnehmende verlassen den Raum mit Methoden, die sie am nächsten Tag im eigenen Projekt anwenden.
Conversion-Optimierung
Datengestützte Methoden, mit eigenentwickelten Checklisten und Selbsttests. Teilnehmende lernen, Optimierung selbst durchzuführen, statt sie zu beauftragen.
Product Field
Workshop-Format zur Etablierung einer gemeinsamen Produktstrategie über mehrere Abteilungen hinweg. Aus Silo-Denken wird ein gemeinsames Bild vom Produkt.
Für Anfragen zu Schulungen für Ihr Team: oliver@oliver-annen.de
Talks & Workshops
Ich spreche über die Fragen, die in Projekten meistens zu spät gestellt werden.
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Design ohne Mandat
Wie man Einfluss auf Systeme nimmt, für die man nicht zuständig ist. Über Scope-Erweiterungen, die niemand beauftragt hat, und warum das manchmal der einzig richtige Schritt ist.
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Ruhe als Kompetenz
Gelassenheit unter Druck ist keine Charaktereigenschaft, sie ist eine Fertigkeit. Warum ER-Teams, Feuerwehren und gute Designteams dieselbe Methode anwenden: saubere Vorbereitung, klare Rollen, trainierte Reaktion.
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Die Frage hinter dem Briefing
Jedes Briefing beschreibt ein Problem. Meistens ist das nicht das eigentliche Problem. Über die Methode, den Unterschied zu finden, bevor jemand anfängt zu bauen.